Drei Datensätze, um die Gegenwart zu verstehen: Der Arbeitsmarkt bricht ein, ETFs kehren zurück, CPI steht noch aus
7. August, Freitagabend.
Die Nonfarm-Daten sind da – minus 23.000 Stellen.
Was war die Markterwartung? Plus 88.000 Stellen.
Eine Differenz von 110.000.
Du starrst auf den Bildschirm, was ist dein erster Gedanke?
„Das war’s, die Wirtschaft bricht zusammen.“
Dann schaust du auf Bitcoin – es steht bei 65.000 US-Dollar.
Und dann auf die Zinserhöhungschancen – CME-Daten zeigen, dass die Wahrscheinlichkeit für eine Zinspause im September auf 55,6 % gestiegen ist.
Je schlechter der Arbeitsmarkt, desto euphorischer der Markt.
Kommt dir das nicht merkwürdig vor?
Nicht zu früh freuen. Betrachte diese drei Datensätze zusammen.
【Daten ① – Arbeitsmarkt: bereits eingetreten】
Juli Nonfarm: -23.000 vs. Erwartung +88.000
Mai-Daten: von +129.000 auf +63.000 nach unten korrigiert
Juni-Daten: von +57.000 auf +20.000 nach unten korrigiert
Insgesamt wurden 103.000 Stellen in zwei Monaten nach unten korrigiert.
Das ist kein „unter den Erwartungen“, das ist ein direkter Rückgang.
Aber noch merkwürdiger – die Arbeitslosenquote sank von 4,2 % auf 4,1 %.
Weniger Beschäftigung, aber die Arbeitslosenquote sinkt?
Weil 264.000 Menschen den Arbeitsmarkt verlassen haben.
Die Erwerbsquote fiel auf 61,4 % – der niedrigste Wert seit Anfang 2021.
Ohne die Pandemiejahre ist das der niedrigste Stand seit 1976.
In einfachen Worten: Es ist nicht so, dass sich der Arbeitsmarkt verbessert hat, sondern die Menschen suchen einfach nicht mehr.
Das Lohnwachstum ist ebenfalls eingebrochen – der durchschnittliche Stundenlohn stieg im Jahresvergleich nur um 3,2 %, der niedrigste Wert seit Mai 2021.
Signal: Der Arbeitsmarkt kühlt ab. Aber auf eine merkwürdige Weise.
【Daten ② – Kapital: im Gange】
In der Woche der Veröffentlichung der Nonfarm-Daten verzeichnete der Bitcoin-Spot-ETF einen Nettozufluss von 854 Millionen US-Dollar.
Der stärkste wöchentliche Zufluss seit April.
Allein BlackRock IBIT zog 694 Millionen US-Dollar an, mehr als 80 % des Gesamtbetrags.
Vom 3. bis 7. August gab es an mehreren Tagen hintereinander Nettozuflüsse.
Institutionelle Gelder bauen bei etwa 65.000 US-Dollar still und leise Positionen auf.
Signal: Das kluge Geld steigt nach den Nonfarm-Daten wieder ein.
【Daten ③ – Inflation: steht kurz bevor】
12. August, Mittwoch, 20:30 Uhr Pekinger Zeit.
US-Juli-CPI wird veröffentlicht.
Markterwartung:
Gesamt-CPI Jahresrate: von 3,5 % auf 3,4 % gesunken
Kern-CPI Jahresrate: von 2,6 % auf 2,5 % gesunken
Sieht nach Abkühlung aus, oder?
Aber nicht zu früh freuen.
Ökonomen erwarten, dass die Kerninflation im Dienstleistungssektor im Juli um 0,3 % im Monatsvergleich steigen wird – während sie von Mai auf Juni stabil war.
Die Bank of America warnt: Die Erholung der Kerninflation im Dienstleistungssektor könnte eine Zinserhöhung im September weiterhin auf den Tisch bringen.
Citigroup sagt: Wenn die Inflation nachlässt, ist eine Zinserhöhung im September so gut wie ausgeschlossen.
BofA sagt: Bei einem Anstieg der Dienstleistungsinflation ist eine Zinserhöhung im September weiterhin möglich.
Zwei Top-Investmentbanken, völlig gegensätzliche Meinungen.
Setze die drei Datensätze zusammen:
Arbeitsmarkt → eingetreten. Abgekühlt, aber nicht stark genug.
Kapital → Zuflüsse. Positiv, aber noch nicht explosiv.
CPI → noch nicht veröffentlicht. Das ist die Trumpfkarte, die entscheidet, ob die Fed im September die Zinsen anhebt.
Der Markt fühlt sich an wie ein Schüler in der Nacht vor der Prüfung:
Die Nonfarm-Daten sind der Probetest, der schlecht ausfiel, aber Erleichterung brachte.
ETFs sind der Nachhilfeunterricht, der gebucht wurde und etwas Sicherheit gibt.
Aber der CPI ist die echte Abschlussprüfung.
Ein schlechter Probetest bedeutet nicht, dass die Abschlussprüfung sicher ist. Nachhilfe gebucht zu haben heißt nicht, dass man sicher besteht.
Wenn die Abschlussprüfung schlecht ausfällt, war alles vorher umsonst.
CME-Daten zeigen, dass die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September derzeit bei 44,4 % liegt.
Fast eine 50:50-Chance.
Wenn die CPI-Daten unter den Erwartungen liegen –
könnte die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im September unter 30 % fallen, und BTC könnte direkt auf 68.000 oder sogar 70.000 steigen.
Wenn die CPI-Daten über den Erwartungen liegen –
könnte die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im September wieder über 55 % springen, und BTC könnte sofort auf 62.000 oder noch tiefer zurückfallen.
Die Marke von 65.000 US-Dollar hat einen Spielraum von jeweils 3.000 US-Dollar nach oben und unten.
Die Richtung hängt ganz von der Zahl am Mittwochabend ab.
Zum Schluss ein Rat –
Die Arbeitsmarktdaten geben eine Richtung vor, die ETF-Zuflüsse bestätigen die Kapitalbasis.
Aber der CPI ist der endgültige Schiedsrichter.
Bis Mittwoch –
Halt die Hände weg.
Warte auf die Daten.
Setze nicht alle Chips in der Nacht vor der Abschlussprüfung auf das Ergebnis des Probetests.
Bei 65.000 US-Dollar kaufen einige, andere verkaufen.
Wer hat Recht, wer nicht?
Am Mittwochabend um 20:30 Uhr wird die Antwort bekanntgegeben. $BTC$ETH $XAU #本周三CPI公布,9月加息定价会改写吗?
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