Ergebnisexplosion um 372 %, Aktienkurs fiel um 19 % – Wall Street sagt endlich „Nein“ zum AI-Speicher
Beim Blick auf den SanDisk-Geschäftsbericht – Umsatz 8,97 Mrd. USD, ein Anstieg von 372 % im Jahresvergleich, Bruttomarge 84,6 %, EPS übertrifft die Erwartungen deutlich, dazu ein Rückkaufprogramm über 14 Mrd. USD.
Beim Blick auf den Western Digital-Geschäftsbericht – Umsatz 3,75 Mrd. USD, ein Wachstum von 44 % im Jahresvergleich, Nettogewinn stieg um das 12-fache.
Dann wacht man auf – Western Digital fällt um 19 %, SanDisk um 12 %, SK Hynix um 8 %.
Man ist völlig verwirrt.
„Die Ergebnisse sind doch explodiert? Warum fällt der Kurs?“
Warum? Weil Wall Street jetzt überhaupt nicht mehr auf „wie viel wurde in der Vergangenheit verdient“ schaut, sondern nur noch auf „wie viel kann in Zukunft verdient werden“.
SanDisks Prognose-Median liegt bei 10,55 Mrd. USD, Markterwartung sind 11,148 Mrd. USD.
Weniger als 6 % Unterschied.
Der Aktienkurs stürzte um 12 % ab.
Western Digital hat es noch härter getroffen – die Prognose für den nächsten Quartalsumsatz liegt bei 4,1 Mrd. USD, Analystenerwartung nur bei 4,02 Mrd. USD.
Ergebnis: Nachbörslich fiel die Aktie um 11 %, am nächsten Tag nochmals um 13 %.
Je besser die Ergebnisse, desto schlimmer der Kurssturz.
Dieses Bild wiederholte sich dieses Jahr mehrfach – SK Hynix fiel nach dem Quartalsbericht intraday um 30 %, Samsung mit einem Gewinnanstieg von 1810 % fiel der Kurs um 6 %.
Das ist kein Problem einzelner Unternehmen – es ist die Marktpreislogik für den gesamten AI-Speicher-Superzyklus, die ins Wanken gerät.
Goldman Sachs bringt es auf den Punkt:
„Das Kernproblem der Speicherbranche ist nicht eine Verschlechterung der Fundamentaldaten, sondern dass die Markterwartungen die Realität übermäßig vorweggenommen haben."
In normalen Worten:
Es liegt nicht daran, dass Speicher schlecht läuft, sondern daran, dass die Markterwartungen an Speicher so hoch sind, dass „du musst perfekt sein, jedes Mal die Erwartungen übertreffen und sogar die Prognosen deutlich nach oben korrigieren“.
SanDisk stieg in diesem Jahr um über 460 %, Western Digital um 200 %.
Die guten Nachrichten sind längst eingepreist.
Wenn die Ergebnisse vorliegen und keine neue Übererwartung als Katalysator erscheint – setzen Gewinnmitnahmen ein.
Was noch beunruhigender ist, ist ein weiteres Signal.
Nvidia prüft, die HBM-Konfiguration des Rubin Ultra zu reduzieren.
Ursprünglich war geplant, HBM4e 12hi zu verwenden, jetzt werden auch niedrigere Konfigurationen wie HBM4e 8hi oder HBM4 12hi in Betracht gezogen.
Sogar Nvidia bekommt nicht genug High-End-HBM.
Was bedeutet das?
HBM ist keine Gelddruckmaschine, sondern ein Engpass.
Der Speicher ist knapp, einerseits stützt das die Preise, andererseits begrenzt es die Auslieferung von AI-Chips.
Die Geschichte von „Angebot unter Nachfrage“ zeigt jetzt eine andere Seite.
Aber der Markt ist stark gespalten.
Citibank sagt: Lagerbestände sind niedrig, die Versorgungsrate sank von 70 % auf 50 %, die Kapazität kann die Aufträge nicht erfüllen.
China Asset Management sagt: In 3 bis 5 Jahren wird das Speicherangebot weiterhin nicht alle Nachfrage decken können.
Morgan Stanley sagt: Die Preise für Speicherverträge erreichen im Q4 ihren Höhepunkt.
Renqiao sagt: Die Branche hat ihren Höhepunkt erreicht, die Phase extremer Übergewinne wird kurz sein.
Bullen und Bären bestreiten nicht die starken Ergebnisse.
Die Meinungsverschiedenheit liegt darin: Wie lange hält diese Stärke noch an?
Meine Einschätzung ist einfach –
Der starke Kursrückgang der Speicheraktien ist nicht auf einen fundamentalen Einbruch zurückzuführen, sondern auf „Erwartungsabweichungen“, die tödlich wirken.
Im vergangenen Jahr hat der Markt AI-Speicher so bewertet, dass „jedes Quartal besser sein muss“.
Jetzt sagt SanDisk „Bruttomarge bleibt stabil“ – das wird als Erreichen des Höhepunkts interpretiert.
Western Digital sagt „Prognose-Median für das nächste Quartal 4,1 Mrd.“ – etwas höher als erwartet, fällt trotzdem.
Wenn der Markt an „Übererwartungen“ gewöhnt ist, ist alles, was „den Erwartungen entspricht“, schon eine Enttäuschung.
Handlungsempfehlung? Drei Sätze:
Erstens, tröste dich nicht mit „guten Ergebnissen“. In dieser Berichtssaison schaut der Markt auf Prognosen, Margentrends und die „zweite Ableitung“ – wie schnell es steigt ist nicht wichtig, sondern ob es noch schneller steigen kann.
Zweitens, die Volatilität im Speichersektor ist noch nicht vorbei. SanDisk fiel im Juli allein um 47 %, der Börsenwert schrumpfte um 150 Mrd. SK Hynix verzeichnete vorbörslich bei Nextrade 11 Aktien mit 30 % Limit-Down. Wenn die Liquidität versiegt, helfen auch keine Fundamentaldaten.
Drittens, wenn du entsprechende Assets hältst – bereite dich auf Volatilität vor. Wer Recht hat, ist nicht wichtig, sondern dass Unsicherheit allein schon ein Grund zum Reduzieren der Positionen ist.
Wall Street stimmt mit den Füßen ab und sagt dir –
Die beste Zeit für AI-Speicher ist vielleicht schon vorbei.
Oder anders gesagt, der Markt glaubt, sie sei vorbei.
$SNDK $WDC $SKHY #存储股财报后下挫,AI内存牛市还稳吗?
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