Am 29. Juli hielt die Federal Reserve zum fünften Mal in Folge den Zinssatz unverändert bei 3,50 %–3,75 %.
Aber von den 12 stimmberechtigten Mitgliedern stimmten 3 dagegen – Logan, Harker und Kashkari forderten alle eine sofortige Zinserhöhung um 25 Basispunkte.
Das ist das erste Mal seit 2016, dass es bei einer Sitzung der Fed drei einheitliche Gegenstimmen gab.
Nach der Nachricht fiel der S&P 500 um 1,5 %, der Nasdaq um 1,7 % und der Dow Jones um 2,19 %.
Bitcoin fiel sofort um etwa 1 % und erreichte ein Tief von 63.890 US-Dollar.
In den sozialen Netzwerken war der Aufschrei groß – „Die Falken sind da“, „Im September wird definitiv erhöht“, „Schnell raus hier“.
Aber ich habe nachgekauft.
Warum? Weil 99 % der Leute nur die 3 Gegenstimmen gesehen haben, aber nicht die 3 Details aus Washs Pressekonferenz.
Detail eins: Wash sendete auf der Pressekonferenz ein klares Taubensignal.
Er relativierte den Inflationsdruck durch KI und sagte, dass Preissteigerungen bei KI-bezogenen Produkten ein lokales Phänomen seien, nicht eine umfassende Inflation.
Er führte den jüngsten Anstieg der Marktzinsen auf eine starke Wirtschaft zurück.
Der entscheidende Satz – der Anstieg der Marktzinsen ersetzt bereits eine Zinserhöhung. Die Finanzmärkte haben für die Fed bereits einen Teil der Straffung übernommen.
Was bedeutet das? Wash sagt: „Der Anleihemarkt hat für mich die Zinsen erhöht, ich muss nicht unbedingt den Leitzins anheben.“
Wenn das kein Taubensignal ist, was dann?
Detail zwei: Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September sinkt statt zu steigen.
Vor der Sitzung lag die Markterwartung für eine Zinserhöhung im September bei über 80 %.
Nach der Pressekonferenz fiel sie direkt auf etwa 60 %.
Am 4. August zeigte CME-Daten eine Wahrscheinlichkeit von etwa 67 % für eine Zinserhöhung im September, aber die marginale Veränderung ging nach unten.
Die erste Reaktion des Marktes ist immer emotional. Die zweite Reaktion ist die Richtung. Die Richtung ist taubenhaft.
Willst du in der ersten Reaktion panisch verkaufen oder in der zweiten Reaktion die Chance sehen?
Detail drei: Der US-Dollar-Index stürzte ab.
Vom 28. bis 30. Juli fiel der US-Dollar-Index drei Tage in Folge, insgesamt über 1,5 %, und verlor die 100-Punkte-Marke.
Ein fallender Dollar entlastet Risikoanlagen.
Dass Bitcoin über 63.000 US-Dollar bleibt, zeigt, dass die potenzielle Nachfrage weiterhin solide ist.
Die 3 Gegenstimmen haben Kleinanleger verängstigt. Der fallende Dollar signalisiert den klugen Investoren: Der Druck lässt nach.
Meine Strategie ist einfach:
Nicht auf Höchststände jagen. Bei jedem panikbedingten Rückgang durch makroökonomische Daten in Tranchen Kaufaufträge platzieren.
Unter 63.000 US-Dollar jeweils alle 1.000 US-Dollar einen Auftrag.
Wenn andere in Panik sind, schaue ich auf die Details.
Worauf achten als Nächstes?
Vom 27. bis 29. August findet das Jackson Hole Symposium statt. Wash wird am 28. August die Hauptrede halten.
Morgan Stanley sagt es ganz klar: Wenn der Verbraucherpreisindex im Juli und August die Erwartungen übertrifft, könnte Wash im September zu aggressiveren Zinserhöhungen übergehen – das ist das größte aktuelle Zinsrisiko.
Stop-Loss muss gut gesetzt sein. Die Überrendite von Makro-Tradern entsteht daraus, dass sie in Panikzeiten die Details erkennen.
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