850 Millionen US-Dollar fließen zurück, 81 % landen in der Tasche von BlackRock: ETF-Erholung, aber das ist dein persönlicher Bullenmarkt
In der ersten Augustwoche betrug der Nettozufluss bei Bitcoin-ETFs 853,5 Millionen US-Dollar.
In den sozialen Netzwerken kursieren Schlagzeilen – „Die Institutionen sind zurück!“ „Der Bullenmarkt kehrt schnell zurück!“
Aber rate mal, wie viel von diesen 850 Millionen wirklich dem „Markt“ gehören?
170 Millionen.
Die restlichen 693 Millionen flossen alle in eine Tasche von BlackRock IBIT.
81 %.
11 ETFs teilen sich weniger als 170 Millionen.
Das ist keine Erholung, das ist ein Soloauftritt.
Schauen wir uns die Daten an, wie krass das ist –
Vom 3. bis 7. August gab es an fünf aufeinanderfolgenden Handelstagen Nettozuflüsse.
Fidelity FBTC trug mit 116 Millionen die zweitgrößte Summe bei.
Bitwise BITB 2,11 Millionen. ARK 21Shares ARKB 1,94 Millionen.
Gleichzeitig gab es bei Invesco BTCO Abflüsse von 19,37 Millionen, bei VanEck HODL Abflüsse von 10,55 Millionen.
Auf der einen Seite kauft BlackRock wie verrückt ein, auf der anderen Seite ziehen sich Konkurrenten still zurück.
Das ist kein „umfassend bullischer Institutionenmarkt“.
Das ist eine bestimmte Gruppe institutioneller Kunden, die über einen bestimmten Kanal eine bestimmte Allokation vornehmen.
Warum BlackRock?
Der weltweit größte Vermögensverwalter – mit einem verwalteten Vermögen von 11,5 Billionen US-Dollar. Seine Vertriebskanäle erreichen die wohlhabendsten Pensionsfonds, Staatsfonds und Family Offices weltweit.
Wenn BlackRock sagt „Bitcoin kann zugewiesen werden“, hören seine Kunden zu.
Wenn andere ETFs sagen „Bitcoin kann zugewiesen werden“, sagen die Kunden „Ich schaue noch mal“.
Marke ist Vertrauen, Kanal ist alles. So einfach ist das.
Aber die wichtigere Frage ist –
Warum funktionieren die anderen 11 ETFs nicht?
Die Antwort könnte schmerzhaft sein: Weil diese aktuelle Kapitalwelle nicht darauf setzt, dass Bitcoin steigt.
Sie wollen über den sichersten und regelkonformsten Kanal Bitcoin-Exposure erhalten.
Achte auf die Schlüsselwörter: sicherster, regelkonformster.
BlackRock ist das „Beste“.
Was bedeutet das? Das Vertrauen dieses Kapitals in Bitcoin ist wahrscheinlich viel schwächer, als du denkst.
Sie steigen ein, weil BlackRock es erlaubt. Wenn BlackRock eines Tages sagt „Reduzieren“, gehen sie auch ohne Vorwarnung raus.
Schauen wir uns Ethereum an.
Im gleichen Zeitraum betrug der Nettozufluss bei Ethereum-ETFs 244,9 Millionen, fünf Wochen in Folge Nettozuflüsse, ein Rekord für 2026.
Sieht gut aus, oder?
Aber Bitcoin-ETFs hatten in einer Woche 850 Millionen, Ethereum nur 240 Millionen – weniger als ein Drittel.
BlackRocks ETHA führt zwar, aber das Volumen ist nicht annähernd mit IBIT vergleichbar.
Die Haltung der Institutionen zu ETH ist klar: Ein bisschen Zuweisung ist okay, aber erwarte nicht, dass sie so stark wie bei BTC investieren.
Probeweise Allokation, kein Glaubensbekenntnis.
Um es ehrlich zu sagen –
Die ETF-Erholung ist echt, aber die „Breite“ der Erholung ist besorgniserregender als die „Höhe“.
Im August gab es erst fünf Handelstage, der Zufluss ist fast fünfmal so hoch wie im gesamten Juli.
Klingt heftig, oder?
Aber im gesamten Jahr 2026 gab es bei Bitcoin-ETFs bisher Nettoabflüsse von 4,44 Milliarden US-Dollar.
4,44 Milliarden.
Die jüngsten 850 Millionen füllen nur das Loch, das der große Abzug im zweiten Quartal hinterlassen hat.
Und der Zufluss von 850 Millionen – wie sieht der Bitcoin-Preis aus?
Während der gesamten fünftägigen Zuflussphase blieb Bitcoin unter 65.000 US-Dollar.
850 Millionen US-Dollar flossen rein, der Preis bewegte sich keinen Millimeter.
Was bedeutet das? Jemand kauft, jemand verkauft. Wer verkauft, kannst du dir selbst denken.
Noch merkwürdiger ist die Stimmung.
Bitcoin kehrt zu 65.000 zurück, aber der „Krypto-Angst-und-Gier-Index“ bleibt bei 25 – „extreme Angst“.
ETFs kaufen, Wale horten, aber Kleinanleger haben Angst.
Das Handelsvolumen sank im Vergleich zur Vorwoche um 9 %, die zweitniedrigste vollständige Handelswoche seit Oktober 2024.
Preis steigt, Volumen sinkt – so sieht kein Bullenmarkt aus.
Zum Schluss noch zwei Sätze –
BlackRock dominiert allein, das zeigt Stärke, aber auch Risiko.
Hohe Konzentration bedeutet, wenn diese Kunden ihre Meinung ändern, werden die Abflüsse ebenso konzentriert sein.
Dann ist es kein „kollektiver ETF-Abfluss“, sondern „BlackRocks Kunden ziehen sich zurück und nehmen das gesamte Marktvertrauen mit“.
Die Erholung ist echt. Aber die Breite der Erholung ist mehr Grund zur Sorge als die Höhe.
Das ist kein Aufblühen vieler Akteure.
Das ist eine Alleinherrschaft.
Verdienst du das Geld aus der Allokation von BlackRocks Kunden oder aus einem breit angelegten Bullenmarkt? Diese beiden Geschichten enden völlig unterschiedlich.
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